Ganz ehrlich: Ich war noch nie im Leben bei der Maniküre. Trotzdem habe ich mir letztes Jahr ein UV-Gerät gekauft, wie es in jedem Nagelstudio steht —>
Das Ding gehört zum “Stampmaker Kit” von Teresa Collins, mit dem sich eigene Stempel anfertigen lassen. Dazu bekommt man UV-empfindliche, flache Beutelchen (gefüllt mit flüssigem Photopolymer), auf die man ein ausgedrucktes Negativ legt, beides in eine Halterung schiebt und dann im Gerät belichtet. Meine Beutelbilder sind nichts geworden, aber die kann man hier gut sehen.
Mein selbstdesigntes Motiv ist ein Elefant, der an einem Luftballon in die Höhe steigt (in Raster-Optik). Beides druckte ich aus und belichtete das Photopolymer nach Vorschrift (ca. 3 Minuten, geht echt fix). Dann muss man schnell das Beutelchen am Rand aufschneiden und mit heißem Spüliwasser und einer Bürste das flüssige Photopolymer abschrubbeln. Bei meinem Elefanten löste sich prompt ein Teil der Rückenkontur – ups. Ich habe sie in die richtige Position geschoben und die fast fertige Stempelplatte nochmal nachbelichtet, dann war der Rücken wieder gerade. Nachbelichtet werden muss der Stempel eh, weil er sonst klebrig bleibt.
Sowohl den Luftballon als auch den Elefanten schnitt ich grob aus, wie man hier erkennen kann – die Stempel sind transparent, müssen aber auf einen Klotz oder ähnliches montiert werden. Anders als bei gängigen Clearstamps ist die Rückseite nicht selbsthaftend.
Bei dem Set ist ein flexibles Trägermaterial dabei, mit dessen Hilfe ich meinen Elefanten auf einen Acrylklotz und den Luftballon auf einen Stempelgriff montierte.
Der erste Stempeltest ist furchtbar spannend, denn wenn etwas schief gegangen ist, kann man die Stempelplatten schlecht korrigieren. Also Stempelkissen raus und tapfer den ersten Abdruck gemacht…
Ich bin tierisch froh, dass das so gut rausgekommen ist. Die Schnur vom Rüssel zum Ballon muss ich natürlich mit einem Stift zeichnen. Das sieht dann im Endeffekt so aus:
Hach, schöööön!
Natürlich ist diese Art, Stempel zu machen, nicht das Nonplusultra. Denn das Zubehör muss man sich aus England schicken lassen, was nicht ganz billig ist, und man hat keine Garantie, dass das Motiv wirklich so rauskommt, wie man es geplant hat.
Aber es macht riesigen Spaß :)





