Zauberhaftes Upcycling

Zauberhaftes Upcycling

Ein DIY ist das hier natürlich nicht wirklich, denn wer macht schon freiwillig seinen alten, heißgeliebten Zauberwürfel kaputt?!

Mein Sohn ist sieben Jahre alt und war in seinem früheren Leben mit Sicherheit eine Abrissbirne 😉. Ein kleiner Grobmotoriker mit dem Talent, auch das stabilste Spielzeug in seine Bestandteile zu zerlegen. Mich wunderte es nicht sonderlich, als ich neulich meinen alten (aus den 1980ern!) Zauberwürfel mit abgebrochenem Eckteil im Kinderzimmer fand. Den Würfel hatte der kleine Kerl aus meinem Zimmer gemopst 🙄.
Schweren Herzens warf ich den Zauberwürfel in den Gelben Sack, holte ihn aber wenig später wieder heraus – nein, den einfach wegzuwerfen, brachte ich nicht übers Herz. In solchen Fällen hilft Upcycling!
Wieviele Stunden ich wohl mit dem Würfel verbracht hatte, als ich mich altersmäßig noch im niedrigen zweistelligen Bereich bewegte (hach, die Nostalgie!)?

Nicht, dass ich jemals den Zauberwürfel gelöst hätte. Für solche Logikspiele fehlt mir das entsprechende räumliche Strategie-Hirn*. Aber meinen Würfel konnte man mit ein wenig Kraftaufwand auseinandernehmen und passend wieder zusammensetzen 😜.

*auch die Suche nach dem eigenen Auto in Parkhäusern gestaltet sich für mich u.U. schwierig. Und wer einen komplett unfähigen Schach-Gegner haben möchte, ist bei mir an der richtigen Adresse …

Hier also meine spontane Zauberwürfel-Rettungs-Aktion:

Du benötigst:

  1. einen alten Zauberwürfel
  2. Pflanzsubstrat
  3. Ableger einer Sukkulente
  4. Pflanzsubstrat „Seramis“ o.ä.
  5. Heißklebepistole

Du benötigst:

  1. einen alten Zauberwürfel
  2. Pflanzsubstrat
  3. Ableger einer Sukkulente
  4. Pflanzsubstrat „Seramis“ o.ä.
  5. Heißklebepistole

Schritt 1

Wenn dein Zauberwürfel nicht eh schon kaputt ist, brichst du eine der Ecken heraus. Ein benachbartes Teil nimmst du heraus, damit du den Würfel leichter befüllen kannst

Schritt 2

Mit Hilfe eines kleinen Löffels füllst du Pflanzsubstrat in den Würfel, bis er ungefähr halb voll ist. Dann steckst du die Sukkulente in den Würfel und füllst noch möglichst viel Substrat ein.

Schritt 3

Mit einem Klecks Heißkleber befestigst du das herausgenommene Teil an der ursprünglichen Stelle.

Nun wässerst du den Würfel gründlich und lässt das Wasser gut ablaufen. Achtung: bei meinem alten Würfel halten die Aufkleber richtig gut, auch wenn Wasser dran kommt. Sollte das bei deinem Würfel anders sein, versiegelst du am besten vor dem Wässern alle Seitenflächen mit Klarlack o.ä.

Natürlich könntest du auch die Lücke größer lassen und dafür eine andere Sukkulentenart oder sogar zwei nebeneinander pflanzen.
Das hier ist sozusagen ein Serviervorschlag 😝.

Sukkulenten aus Pistazienschalen

Sukkulenten aus Pistazienschalen

Mein Papa und ich LIEBEN Pistazien. Wenn ich bei meinen Eltern zuhause bin, futtern wir abends oft unfassbar viele der kleinen Köstlichkeiten, da bleiben natürlich massenhaft Schalen übrig.

Dass man daraus superniedliche Sukkulenten basteln kann, habe ich irgendwann mal im Internet entdeckt, doch anstatt nur eine Anleitung zu verlinken, gebe ich hier meine eigene Vorgehensweise weiter, denn sie enthält ein paar Tipps und Kniffe 😉.

Du benötigst:

  1. Pistazienschalen. Viiiele Pistazienschalen.
  2. Optional: Ostereierfarben, stark färbende Frucht-/Gemüsesäfte o.ä.
  3. Heißklebepistole, am besten mit niedriger Temperatur (siehe Notiz)
  4. Pappe
  5. Schere

Die Heißklebepistolen für Kinder sind am besten, denn sie werden nicht zu heiß, wodurch der Kleber weniger flüssig und somit schneller fest wird. Ist der Kleber zu flüssig, sacken die Pistazienschalen zur Seite weg und müssen bis zum Festwerden des Klebers abgestützt werden.

Schritt 1

Nach dem Futtern müssen die Pistazienschalen gefärbt werden. Ich spüle sie immer erst in einem Sieb gründlich ab, danach kommen sie in ein heißes Färbebad. Geeignet dafür sind beispielsweise:

  • Ostereierfarben (super für die Resteverwertung oder die alten Färbetabletten aus dem Jahr 2007…)
  • unverdünnter Gemüsesaft, z.B. Rotkohl, Rote Bete…
  • Rotwein
  • Lebensmittelfarben
  • grundsätzlich alles, was fiese farbige Flecken auf der Kleidung machen würde 😄 – ich denke z.B. an Tinte für Tintenstrahldrucker, Holzbeize, Haarfärbemittel usw.

 

Hier ein Beispiel von drei Farben, die ich mit Rotkohlsaft (links) und zwei verschiedenen Ostereier-Färbetabs (Mitte und rechts) erzielt habe. Keine Ahnung, ob das irgendeinen Unterschied macht, aber ich habe die Schalen immer in heiße Flüssigkeit gegeben und über Nacht drin gelassen.

Sobald alle Schalen fertig gefärbt und getrocknet sind, kann es losgehen. Leg dir Schere, Pappe und Heißkleber zurecht. Schneide die Pappe in handtellergroße Stücke.

Du benötigst:

  1. Pistazienschalen. Viiiele Pistazienschalen.
  2. Optional: Ostereierfarben, stark färbende Frucht-/Gemüsesäfte o.ä.
  3. Heißklebepistole, am besten mit niedriger Temperatur (siehe Notiz)
  4. Pappe
  5. Schere

Die Heißklebepistolen für Kinder sind am besten, denn sie werden nicht zu heiß, wodurch der Kleber weniger flüssig und somit schneller fest wird. Ist der Kleber zu flüssig, sacken die Pistazienschalen zur Seite weg und müssen bis zum Festwerden des Klebers abgestützt werden.

Schritt 2

Nimm zwei Schalen und klebe sie unten mit einem Tupfer Heißkleber zusammen, als wäre es eine normale, soweit wie möglich geschlossene Nuss.

Das intensive Rot dieser Schalen habe ich übrigens mit Rote-Bete-Saft erzielt.

Schritt 3

Zwei weitere Schalen kommen genau um 90° versetzt außen an diese erste geschlossene „Knospe“ dran. Auch unten mit einem bisschen Heißkleber befestigen. Mmmmh, das zieht schön Fäden 😝.

Schritt 4

Diese ersten vier Schalen kommen mit einem Tropfen Heißkleber in die Mitte der Pappe. Von nun an arbeitest du um diese „Knospe“ kreisförmig nach außen.

Schritt 5

Verteile einen Streifen Heißkleber rund um die mittleren Schalen. Jetzt schiebst du Stück für Stück weitere Schalen mit dem unteren, breiteren Teil dicht an die mittleren Schalen heran, natürlich mit der offenen Seite zur Mitte hin. So, wie auch echte Blätter wachsen würden.

Schritt 6

Setze die Schalen so dicht wie möglich nebeneinander, auch kleine Überlappungen sind manchmal nötig, um Lücken zu vermeiden. Ab der zweiten Reihe wirst du merken, warum die niedrige Temperatur des Heißklebers wichtig ist: Bei zu hohen Temperaturen halten nicht nur die Schalen zu spät, sondern es lösen sich auch die bereits geklebten Schalen wieder und sacken seitlich weg. Bäh.

Schritt 7

Sobald deine Pistazien-Sukkulente groß genug für deinen Geschmack ist, lasse den Kleber gründlich fest werden und schneide dann mit einer scharfen Schere die Pappe unterhalb der äußeren Blätter ab. Von kleinen bis ganz großen Sukkulenten ist jede Variante möglich.

Schritt 8

Um die Sukkulenten dekorativ zu präsentieren, habe ich sie mit Holzleim auf einem alten, rissigen Tablett befestigt und dazwischen Islandmoos aus dem Floristikbedarf drapiert.

Hach, schööön! Und das Beste: Die können nicht vertrocknen und brauchen null Pflege.

Weitere Ideen für eine hübsche Präsentation:

  • in einer antiken Tasse
  • als Deko auf einem Geschenk
  • in einem Kugelglas, am besten sogar in einem alten Kaugummi-Automaten
  • auf einem Juteband als Tischdeko
  • an einem Türkranz

… und was fällt dir noch ein? Schreib es mir doch als Kommentar

 

Neues Leben für Singles

Neues Leben für Singles

Kleine Inspiration gefällig? Als Kind der 80er habe ich noch jede Menge Vinyl-Singles und LPs auf dem Dachboden, von denen leider einige zerkratzt sind. Zum Wegwerfen finde ich sie dann doch zu schade frown.

Aus einer Single wird mit wenig Aufwand ein schönes Türschild, wie du hier sehen kannst. Ein ausgedrucktes, individuelles Label und mehrere mit Heißkleber angebrachte Papierrosen, mit dem Locher und einem Stück Schnur die Aufhängung gesichert – fertig.

Die Papierrosen habe ich nach folgender Anleitung gemacht und auf das bunte Papier einfach noch eine alte Buchseite gelegt. Mit einem kleinen Klecks Kleber in der Mitte aufeinander geklebt und beide Lagen zusammen ausgeschnitten und gerollt:

https://taunieverett.com/easy-diy-paper-flowers/

Kinderleichte CD-Kratzbilder

Kinderleichte CD-Kratzbilder

Kinderleichte CD-Kratzkunst

Der Muttertag steht vor der Tür, da habe ich eine schöne Bastel-/Kunstidee für alle Altersklassen. Aus alten, evtl. sogar verkratzten CDs lassen sich kleine Kunstwerke machen, die man dann als (Fenster-)Bild, als Glasuntersetzer oder als Wanddeko nutzen kann.

Du brauchst lediglich:

  • alte CD oder DVD
  • Acrylfarbe (schwarz oder weiß geben schöne Kontraste,
    es sind aber alle Farben möglich)
  • Behälter zum Anrühren der Farbe
  • Spülmittel
  • Pinsel
  • Zahnstocher
  • Glas (optional)
Zunächst gibst Du einen Tropfen Spülmittel in einen Behälter. Gib eine kleine Menge (ca. 1 EL) Acrylfarbe dazu und vermische beides vorsichtig mit einem Pinsel. Nicht zu wild, sonst gibt es Luftbläschen.

Leg die CD/DVD mit der unbedruckten Seite nach oben auf ein Glas, dadurch kannst du sie leichter anmalen und sie klebt nicht auf der Unterlage fest. Male die Scheibe gleichmäßig an, bis alles bedeckt ist und die Oberfläche nicht mehr durchschimmert. Evtl. musst Du die Farbe trocknen lassen und noch ein zweites Mal auftragen. Tipp: leicht föhnen beschleunigt die Trocknung.

Wenn die Farbe völlig trocken ist, nimm die CD/DVD und kratze mit Hilfe des Zahnstochers ein Muster in die Farbe. Das sieht auch bei Kindern klasse aus, die nur „Krickelkrackel“ malen 😉

Nun kannst Du die Scheibe mit Klarlack schützen, sofern Du sie als Untersetzer nehmen möchtest. Oder Du klebst ein hübsches Band als Schlaufe ganz an den Rand der Rückseite und hängst die Scheibe auf. Klebe farblich passenden Filz unter das Kunstwerk, dann ist es als Wespenschutz für Drinks im Freien ideal – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Bei meinem Bild unten links habe ich mit starkem Klebefilm die CD-Beschichtung abgelöst, so dass die CD komplett transparent wurde.

Fröhlich-bunte Kräuternamen

Fröhlich-bunte Kräuternamen

August 2018: Mannomann, ist das in kurzer Zeit draußen heiß geworden. Hoffentlich überleben meine frisch gepflanzten Kräuter diese Hitze, denn im Sommer möchte ich gerne ein Gericht aus meiner Frankfurter Heimat zubereiten – „Grüne Soße“. Hier im Schwabenland sucht man nach entsprechenden Kräutermischungen vergeblich, deshalb pflanze ich mir die sieben Kräuter halt in den Garten.

Ach ja, der Lorbeer gehört nicht zur Grünen Soße, keine Sorge.

Als jemand ohne grünen Daumen vergesse ich oft, welches Kraut wie heißt, somit ist eine Beschriftung der Pflanzen für mich unerlässlich. Für mich sieht Pimpinelle immer aus wie Petersilie, und Kerbel ist doch dieses da – oder war das Liebstöckel?
Vor kurzem habe ich ein paar wenige Buchstabenperlen gebraucht, die ich nicht einzeln bekam, sondern in einem 200g-Beutel mit gemischten Farben. Die kamen mir für neue Pflanzenstecker gerade recht! Mit bunten Glasperlen und leicht biegbarem Aludraht waren sie schnell gemacht und sind ein hübscher Farbtupfer im Kräuterbeet ☺️